SVP-Initiative fordert Containerlösung im Asylwesen – Wohnraum zuerst für Einheimische
Einsiedeln, 05.12.2025: Der Wohnungsmarkt im Bezirk Einsiedeln ist angespannt – insbesondere im Bereich des zahlbaren Wohnraums für Einheimische. Gleichzeitig werden immer mehr Wohnungen, sowohl bezirkseigene wie auch private, für die Unterbringung von Asylsuchenden sowie von Sozialhilfefällen mit Asylhintergrund genutzt. Dagegen richtet sich die neue Bezirksinitiative «Containerlösung im Asylwesen – Entlastung des Wohnungsmarktes für Einheimische».
Die unterzeichnenden Stimmberechtigten verlangen, dass der Bezirksrat die heutige Praxis der Unterbringung sämtlicher Asylsuchender in regulären Wohnliegenschaften grundsätzlich beendet. Stattdessen soll er der Bezirksgemeinde einen Kreditantrag für den Aufbau von Containerlösungen – insbesondere für alleinstehende männliche Asylsuchende – vorlegen.
Wohnungen zurück auf den freien Markt – Bezirksbudget entlasten
Die aktuelle Unterbringungspraxis hat zwei immer gravierendere Folgen:
- Sie verschärft die Wohnungsknappheit für die einheimische Bevölkerung, vor allem im Tiefpreissegment.
- Sie belastet die Bezirksfinanzen, da teure Mieten bezahlt und bezirkseigene Liegenschaften umgenutzt werden müssen.
Hinzu kommt: Angesichts der stark schwankenden, teils wieder steigenden Asylgesuche in der Schweiz ist mit weiterem Unterbringungsbedarf zu rechnen. Ohne alternative Lösungen droht eine zusätzliche Verdrängung von Einheimischen aus dem Wohnungsmarkt – oder die teure Umnutzung weiterer bezirkseigener Liegenschaften oder weitere Zukäufe von Liegenschaften für Asylbewerber oder Sozialhilfeempfänger mit Asylhintergrund.
Eine zweckmässig geplante Containersiedlung würde diese Entwicklungen abfedern: Wohnungen würden wieder dem lokalen Markt zur Verfügung stehen, und die Unterbringungskosten im Asylbereich würden kalkulierbarer und voraussichtlich tiefer.
Seriöse Fakten statt pauschale Ablehnung
Die Initiative verpflichtet den Bezirksrat, eine transparente Entscheidungsgrundlage zu liefern. Konkret muss er:
- Investitions- und Betriebskosten einer Containerlösung den heutigen Kosten bezirkseigener und gemieteter Wohnungen gegenüberstellen;
- die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt für Einheimische, insbesondere beim zahlbaren Wohnraum, darstellen;
- die finanziellen Folgen für das Bezirksbudget berechnen;
- mögliche Standorte und Ausgestaltungen (städtebaulich, sicherheitsrelevant, sozialverträglich) einer Containersiedlung aufzeigen.
So soll endlich nüchtern gerechnet werden – statt eine Containerlösung vorschnell und unbegründet mit dem Schlagwort «zu teuer» abzulehnen.
Zeit für eine ehrliche Diskussion
Die Antwort des Bezirksrats auf das Auskunftsbegehren zur Wohnraumnutzung zeigt klar: Weitere Umnutzungen wie z.B. das Haus Raben oder Zukäufe ausschliesslich für Flüchtlinge oder Sozialhilfeempfänger mit Asylhintergrund sind absehbar. Gleichzeitig müssen immer mehr Wohnungen auf dem privaten Markt für (sozialhilfebeziehende) Asylsuchende angemietet werden. Mit steigenden Asylzahlen wird sich dieser Trend weiter verstärken.
Die Initiative setzt hier an: Sie erzwingt eine ehrliche, faktenbasierte Diskussion – und schafft die Grundlage für eine Lösung, die sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch einer geordneten Unterbringung im Asylwesen gerecht wird.