SVP Einsiedeln fordert klare Zahlen im Asylwesen
EA vom 10.03.2026
Die Asylcontainer-Initiative der SVP Einsiedeln hat die erste rechtliche Hürde genommen. Gegenüber unserer Zeitung äussert sich Daniel Kälin, Präsident der SVP Einsiedeln, erfreut über den Entscheid des Bezirksrats. Er verlangt eine Mitwirkung seiner Partei bei der Ausarbeitung und kritisiert die bisherige Informationspolitik zu den Asylkosten.
LUKAS SCHUMACHER
Der Präsident der SVP Einsiedeln, Daniel Kälin, zeigt sich erfreut darüber, dass die Asylcontainer-Initiative vom Bezirksrat als zulässig eingestuft wurde. Die SVP Einsiedeln steht eine echte Mitwirkung an, zu welchem Zeitpunkt auch immer: «Wir sind in der Hoffnung, dass wir unsere Inputs zur Thematik Asylcontainer-Lösung miteinbringen können», sagte Daniel Kälin gestern Montag auf Anfrage. «Wir warten nun ab, was genau den Bezirk ausarbeiten wird. Ein entsprechender Bericht muss fundiert werden von der Bezirksgemeinde schliesslich als nachtragskredit genehmigt, daher sind die Erwartungen hoch. Eine Mitwirkung in diesem Zwei-Stufen-Verfahren erachten wir dann als sinnvoll, wenn die entsprechenden Vorschläge vorliegen.»
Priorität für Einheimische am Existenzminimum
Die SVP Einsiedeln geht davon aus, dass die Herausforderungen im Asylwesen angesichts der globalen Lage nicht abnehmen werden. Kälin befürchtet, dass noch eine Welle auf uns zukommen könnte. Für seine Partei sei es in dieser Situation absolut zentral, der Fokus auf die Schweizer Bürgerinnen und Bürger zu richten, die am Existenzminimum leben. «Für uns ist es entscheidend, dass man für die Schweizer Bürger schaut, die am Existenzminimum leben und dass günstiger Wohnraum in erster Linie für sie zur Verfügung steht.»
Forderung nach absoluter Kostentransparenz
Besonders deutliche Worte findet Daniel Kälin, wenn es um die finanziellen Auswirkungen des Asylwesens geht. Er wirft den Behörden vor, sich hinter Vorgaben zu verstecken, anstatt die wahren Kosten offen zu kommunizieren. Bislang habe niemand genau darlegen können, was das Asylchaos wirklich kostet. Die SVP verlangt endlich Klarheit über die Gesamtkosten: Dazu gehören laut Kälin nicht nur direkte Ausgaben, sondern auch die Kosten für die Verwaltung, das Bewachungspersonal sowie für die Wohnungen und Liegenschaften, die zur Unterbringung genutzt werden.
«Dazu gehört weiter der Unterhalt der gesamten Infrastruktur», sagt Kälin. Auch die Kosten der Sozialwerke, die durch Asylsuchende verursacht werden könnten, müssten transparent gemacht werden. «Während die Politiker – gerade bei Wahlen – stets höchste Transparenz verlangten, werde man bei Fragen zu den genauen Asylkosten immer wieder vertröstet. Ihm sei bewusst, dass jeder Fall unterschiedlich sei, es sollte jedoch möglich sein, die Gesamtausgaben für die untergebrachten Asylsuchenden zu eruieren und pro Kopf auszurechnen. Dann wisse man klar, woran man ist.»