Klares Nein zur Enteignung – Unterstützung der SVP-Kandidaten
Die SVP Bezirk Einsiedeln zeigt sich geschlossen, kampfbereit und mit klaren Positionen: Bei den kommenden Wahlen setzt sie konsequent auf die eigenen Kandidaten und Kandidatinnen. Während sie zentrale Sachgeschäfte wie den Erwerb der Badi Roblosen und die Teilrevision der Nutzungsplanung Bahnhofareal unterstützt, weist sie den Plan der Enteignung im Willerzell entschieden an den Bezirksrat zurück.
An der gut besuchten Parteiversammlung im Alters- und Pflegeheim Langrüti konnte Parteipräsident Daniel Kälin zahlreiche Mitglieder sowie mit Stefan Dettling vom Einwohnerverein Willerzell einen Gast begrüssen.
Unterstützung für FDP – klare Absage an SP
Mit Roland Leimbacher (FDP) stellte sich ein Kandidat für die Rechnungsprüfungskommission vor. Der selbstständige Unternehmensberater und Vizepräsident der FDP Einsiedeln konnte auf breite Zustimmung zählen. Aus der Versammlung wurde signalisiert, dass man seine Kandidatur aufgrund seiner Kompetenzen unterstützt. Anders fiel die Beurteilung bei Johannes Borner (SP) aus. Der Bezirksratskandidat vermochte persönlich zwar zu überzeugen, seine politische Haltung ist jedoch klar zu sehr links.
Der für das Sachgeschäft Planungskredit Schulhaus und Turnhalle Willerzell anwesende Bezirksammann Hanspeter Egli gab zu seinem plötzlichen Rücktritt aus dem VMMO persönliche Differenzen als Grund an und gestand ein, mit seinem Sohn ohne Baubewilligung in Trachslau gebaut zu haben, was die Versammlung erstaunt zurückliess.
Entsprechend wurde eine deutliche Wahlempfehlung verabschiedet: SVP-Wählerinnen und -Wähler sollen ausschliesslich die eigenen Kandidatinnen und Kandidaten auf den Stimmzettel setzen.
Rücktritt Andrea Keller
Die Parteiversammlung wurde darüber informiert, dass Andrea Keller, welche vor knapp zwei Jahren für die SVP Bezirk Einsiedeln in die Rechnungsprüfungskommission gewählt wurde, aus gesundheitlichen Gründen per Ende Januar 2026 ihren Rücktritt erklären musste. Wir danken ihr herzlich für ihren engagierten Einsatz und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.
Ja zur Teilrevision der Nutzungsplanung Bahnhofareal
Die Teilrevision der Nutzungsplanung rund um das Bahnhofareal wurde von Bezirksstatthalterin Anita Kälin als Generationenprojekt kompetent präsentiert. Die Teilrevision der Nutzungsplanung für das Bahnhofareal umfasst insbesondere die Einführung einer neuen Wohn- und Gewerbezone Bahnhof (WGB), Anpassungen im Baureglement sowie Präzisierungen bei der Gestaltungspflicht. Zudem werden der Erschliessungsplan und das entsprechende Reglement überarbeitet. Die SVP unterstützt die Sachvorlage, macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass in der nachfolgenden Detailplanung des Sennhof- und Bahnhofplatzes die reduzierten Parkplätze in unmittelbarer Nähe, das heisst in der vorgesehenen Tiefgarage, kompensiert werden müssen.
Finanzlage erneut deutlich besser als erwartet
Erfreuliche Zahlen präsentierte Säckelmeister Andreas Kuriger: Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Überschuss von rund 14,7 Millionen Franken ab – budgetiert war ursprünglich ein Defizit. Die SVP nimmt diese positive Entwicklung zur Kenntnis, führt sie aber auf tiefere Ausgaben und höhere Einnahmen zurück. Gleichzeitig fordert sie weiterhin eine realistische und sorgfältige Finanzplanung, um Überraschungen künftig zu minimieren. Einer weiteren Steuersenkung steht aus Sicht der SVP nichts im Wege.
Badi Roblosen: Ja zum Erwerb, Kritik an Umsetzung
Unbestritten ist für die SVP der Wert der Badi Roblosen als Naherholungsgebiet. Der geplante Landerwerb wird grundsätzlich unterstützt. Kritische Stimmen gab es jedoch bezüglich der Überschneidung mit dem Naturschutzgebiet sowie der geplanten Reduktion der Parkplätze. Hier erwartet die Partei tragfähige Lösungen im weiteren Projektverlauf. Die SVP spricht sich dennoch für den Erwerb der Badi Roblosen aus.
Schulhaus Willerzell: Zurück an den Bezirksrat
Die SVP Bezirk Einsiedeln steht der möglichen Enteignung im Zusammenhang mit dem durch Bezirksrat Stefan Kälin und Bezirksammann Hanspeter Egli präsentierten Schulhaus- und Turnhallenprojekt in Willerzell klar kritisch gegenüber. Eine Enteignung stellt einen massiven Eingriff in das Eigentumsrecht dar und darf nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Trotz jahrelangen, erfolglosen Verhandlungen ist für die SVP nicht ausreichend belegt, dass alle Alternativen konsequent geprüft wurden.
Der Dialog mit den Grundeigentümern muss weiterhin im Zentrum stehen. Zudem bestehen weiterhin offene Fragen zur Standortwahl und zu möglichen Varianten. Für die SVP ist deshalb klar: Bevor ein derart einschneidender Schritt in Betracht gezogen wird, braucht es vollständige Transparenz und tragfähige Lösungen. Erst wenn alle Optionen ausgeschöpft sind, darf überhaupt über eine Enteignung diskutiert werden. Die SVP ist überzeugt, dass die Stimmbürger ein derartiges Vorgehen nicht goutieren werden, deshalb wird sie einen Antrag zur Überarbeitung stellen.