Chancen nicht verbauen
Die Wohnungsknappheit ist auch in Einsiedeln längst Realität. Gleichzeitig stehen in der Gewerbe- und Industriezone potenzielle Flächen respektive Räume. Es ist unverständlich, dass wir uns selbst daran hindern wollen, diese offensichtlichen Chancen zu nutzen.
Mit der Pluralinitiative «Wohnungen in der Gewerbe- und Industriezone» wird eine Anpassung des kommunalen Baureglements gefordert. Ziel ist es, nicht nur betriebsnotwendige Wohnungen zuzulassen, sondern auch ein Geschoss für die freie Wohnnutzung zu ermöglichen.
Gerade in Zeiten enger Wohnverhältnisse und steigender Mieten müssen wir pragmatisch denken. Warum sollen wir wertvolle Flächen ungenutzt lassen, nur weil sie einst als Gewerbezone definiert wurden? Die Realität hat sich verändert – viele dieser Zonen sind heute ruhig, gut erschlossen und technisch problemlos für die Wohnnutzung geeignet.
Es geht nicht um wildes Bauen, sondern um kluge Nutzung. Wenn wir unsere eigenen Reglemente zum Hindernis machen, verbauen wir uns im wahrsten Sinn die Zukunft. Die SVP setzt sich dafür ein, dass Einsiedeln seine Möglichkeiten nutzt – für mehr Wohnraum und für eine nachhaltige Entwicklung.
SVP Kantonsrat Fredi Kälin, Einsiedeln