Ablehnung der «Sporthalle Obere Allmeind» und Rückweisung «Schulhauserweiterung Kornhausstrasse»

Die unglücklich synchronisierten Vorlagen «Sportanlage Obere Allmeind» und «Schulhauserweiterung Kornhausstrasse» lösten Fragen und Unsicherheiten bezüglich Schulsporthallen aus und führten zu einer doppelten Ablehnung. In diesem Zusammenhang wurde auch die nach wie vor fehlende Immobilienstrategie kritisiert.

(Mitg) Ausführlich informierten die BR Leta Bolli und Stefan Kälin über das Schulhauserweiterungsprojekt an der Kornhausstrasse. Unbestritten war dabei der Bedarf von neuem und unbelastetem Schulraum, umstritten war hingegen der allenfalls fehlende Sportraum im Falle einer Ablehnung der Vorlage «Sportzentrum Allmeind». Der Bezirksrat scheint sich des Dilemmas wohl bewusst zu sein, hat diesbezüglich jedoch keinen konkreten Plan B vorzuweisen.

Kritisiert wurde das Projekt überdies für die hohen Kosten von 8 Mio. für die Sanierung und lediglich vier zusätzliche Klassenräume; die Option eines weiteren Stockwerks wurde beispielsweise nicht bedacht. All dies veranlasste die Versammlung an der Bezirksgemeinde einen begründeten  Rückweisungsantrag stellen zu wollen, der zum Ziel hat, dass die Vorlage auf den kommenden Entscheid über die «Sportanlage Obere Allmeind» abgestimmt wird und überarbeitet neu aufgelegt wird.

Löblicher Einsatz – aber auch viele Unsicherheiten und hohe Kostensteigerungen

Der Verwaltungsrat des Sportzentrums Obere Allmeind, vertreten durch Christoph Bingisser und Guido Holdener, ernteten für ihren unermüdlichen Einsatz Bewunderung, aber auch Skepsis in der Sache: Bewunderung für die Beharrlichkeit und das grandiose Projekt, Skepsis aufgrund der Entwicklung des Projekts mit stetig massiv zunehmenden Kosten für Bau, Betrieb und Unterhalt. Nicht alle Unsicherheiten und oftmals widersprüchlichen Aussagen konnten zweifelsfrei aus dem Weg geräumt werden. Der Kostenanstieg bei Investitionsvolumen und Betrieb gegenüber dem Projekt von 2023 von rund 40% wurde zwar begründet, stiess aber auf grosse Zurückhaltung und Unverständnis. Was, wenn die Kostensteigerungen so weitergehen und der Bezirk am Ende Bürge wider Willen wird?  Auch die von den Initianten geforderte Hallensolidarität erwies sich als Knackpunkt, bürdet diese den Vereinen doch hohe Kosten auf. Es resultierte somit trotz viel Goodwill eine knappe Ablehnung.

Blindflug bei Immobilien geht weiter

Die SVP Einsiedeln vermisst nach wie vor eine klare Strategie bezüglich Verwendung und Einsatz der bezirkseigenen Immobilien sowie Kauf und Verkauf von Grundstücken und Liegenschaften. Eine solche ist unabdingbar bei der Lösung von kurz- mittel- und langfristigen Fragen und zur Sicherstellung der langfristigen Finanzierbarkeit. Aus diesem Grund erwägt die SVP Einsiedeln eine Initiative, welche diese Strategie einfordert, damit sich die einzelnen Vorhaben auch vom Stimmvolk im Gesamtkontext einordnen und bewerten lassen.

Im Übrigen schloss sich die SVP des Bezirks Einsiedeln der kürzlich erfolgten kantonalen Parolenfassung an: Nein zur Erhöhung der Lehrerlöhne, Ja zur Abschaffung des Eigenmietwertes und Nein zur E-ID.